Thailand – eine Rundreise durch den Süden – 1. Halt: Bangkok

Thailand – eine Rundreise durch den Süden – 1. Halt: Bangkok

Mein Freund und ich planten eine Rundreise für 3 Wochen nach Thailand. Die Route verlief von Bangkok – Chumpon – Koh Tao – Koh Pangan – Kao Sok – Kao Lak – Krabi – Bangkok. Wir sind also ganz schön rumgekommen. In jedem Ort blieben wir an die 3-4 Tage. Da ich zu allen Orten soviel zu erzählen habe, leg ich für jeden einen eigenen Artikel an.

Bangkok

Diese Stadt ist so groß und beeindruckend – selbst für mich als Berliner Pflanze, war mir das zwischendurch zu viel. An manchen Ecken stinkt es, an anderen nicht. Auf einigen Straßen gibt es Gehwege, auf anderen nicht.  Trotzdem ist es aber auch schön und hat seinen ganz eigenen Charme.

Kleine Nebenstraße

Kleine Nebenstraße

Bzzzzzzz....... ich sag nur spooky Kabelwirtschaft

Was man in Bangkok auf jeden Fall machen kann, ist essen. Essen und shoppen. Klar ist die Hälfte davon nachgemacht oder nicht von bester Qualität, aber man macht es irgendwie trotzdem.  Das Essen findet viel auf der Straße statt und beginnt so ab Nachmittag. Wenn alle von der Arbeit kommen und die Mittagshitze langsam wieder nachlässt. Ob man an einem Stand etwas kauft oder nicht, bleibt im Grunde dem eigenen Menschenverstand überlassen. Manche Stände waren sauber und gepflegt, andere sahen echt übel aus.

Die Stadt ist zwar riesig, aber relativ simpel zu befahren. Als Touri kommt man recht einfach an einen Stadtplan und ab gehts. Man kann viel mit der SkyTrain und dem BTM fahren. Das ist quasi das U-Bahn und Hochbahnsystem der Stadt.

BTM TrainAber auch das versteht man schnell. Wenn man dann noch weiß, wo man hin will, läuft alles super. Denn in dieser Stadt musst du unbedingt wissen, wo du hinwillst. Einfach mal gemütlich schlendern und sich die Stadt angucken, wie in Deutschland, funktioniert da nicht. Das macht einen nur wahnsinnig und gestresst. Denn es ist laut und wuselig. Dazu heiß, schwül und etwas stickig. Schattige Plätze und lauschige Parks kann man auch an einer Hand abzählen. Natürlich, wie in jeder anderen Stadt, sind die Bahnhofe am frühen Abend ziemlich voll. Zum Glück sind die Thais da sehr entspannt. Die Züge halten an fest markierten Punkten auf dem Gleis, so dass man sich vor den Türen in Schlangen anstellen kann. Kommt der Zug, gehen alle zügig rein, aber kaum jemand drängelt, schubst oder wird aggressiv. Also nicht so wie in Berlin. Hust.

Bahnhof "Central World"
Auch schön – niemand nimmt die Treppe.

Als wir in der Stadt unterwegs waren, wollten wir uns ab und zu in empfohlenen Restaurants etwas zu essen holen und nicht völlig planlos umherirren.  Wir hatten uns beide die TripAdvisor App runtergeladen und uns zusammen mit Google Maps auf die Suche nach diesen Restaurants gemacht. Leider ist die Karte bei TripAdvisor recht ungenau. So läuft man sich ’n Wolf, um dann rauszufinden, dass das Restaurant genau hier sein sollte. Da ist dann aber nix. Im Umkreis von einem Kilometer auch nicht. Das nervt dann schon mal.

In den paar Tagen in Bangkok haben wir uns ein paar ShoppingMalls, einen Tempel, das Rotlichtviertel, den großen Wochenmarkt und ein paar bekannte Straßen, in denen man gute Bars finden sollte, angesehen.

Die ShoppingMalls sind krass. MBK - ShoppingMallKomplett eine andere Hausnummer als unsere hier. Sie sind einfach riesig. Allein mal zwischendurch auf’s Klo zu müssen (Sorry an meinen Freund an dieser Stelle ^^) kann echt in verlorener Zeit ausarten, weil man Zeit braucht, um hinzukommen.  Egal, man muss das trotzdem mal erlebt haben.

Auch waren wir auf dem großen Chatuchak Wochenendmarkt. Irgendwoher bekommt man eine Übersichtskarte – wir hatten unsere von einem Verkäufer, weil ich danach gefragt hatte?! Übersichtskarte des großen WochenendmarktsEs gibt dort Essen, Klamotten, Tücher, Seife, Blumen, Deko, Möbel, Spielzeug, Schuhe, Gürtel, SchnickSchnack, Souvenirs, Geldautomaten und Tiere. Und das war nicht schön. Ich bin an kleinen Eichhörnchen vorbeigelaufen und dachte es wären Plüschtiere. Bis mein Freund mich darauf aufmerksam machte, dass sie echt sind. Leider wurden sie mit einer seeeehr kurzen Leine am Hals festgebunden. So konnten sie sich eben kaum bewegen. Auch hat man ihnen kleine Röcke angezogen und Weihnachtsmützen aufgesetzt. Das war total krank.  Auch kleine Hasen und Hunde gab es. In super kleinen Käfigen und auch mit Röcken und Mützen verkleidet. Natürlich durfte man nicht fotografieren oder filmen. Klar. Also das mit anzusehen war wirklich übel.

Trotzdem, ein Besuch lohnt sich. Es ist laut und voll, aber hey, wann ist man schon mal auf dem größten Flohmarkt Asiens?  Der Markt liegt übrigens recht nah am BTM Bahnhof „Mo Chit“. Von da läuft man ein paar Minuten und kommt direkt auf den Markt.

Natürlich waren wir auch mal was trinken in Bangkok und haben eine Ecke gefunden, die ganz nett ist. Wir waren in einer Seitenstraße der bekannten Sukhumvit Rd. Dort gibt es eine Menge Bars und auch ein paar Restaurants (mexikanisch, neu seeländisch, italienisch, thailändisch… ) Zu empfehlen ist der Neu Seeländer names „Snapper“. Da gibt es gute Pommes, Fisch und naja. Das Bier war so mittel preiswert. Aber wir hatten Hunger und wollten nicht noch lange rumlaufen.

Standort des "Snapper" Nähe der Sukhumvid Rd.

Am Ende unseres Bangkok Aufenthalts waren wir im Grand Palace – einer sehr bekannten Tempelanlage, zu der man ganz gut mit dem Express Boot hinkommt. Für gerade mal 30 Baht. Abkassiert wird im Boot von einer kleinen, aber bestimmten Dame. Sie ruft auch die Haltestellen aus. Den Halt am Grand Palace kann man also gar nicht verfehlen,. Auch weil gefühlt alle da aussteigen. Die Tempelanlage umfasst ein riesiges Areal – Hauptattraktion ist ein Jade-Buddha. Der Eintritt kostet 500 Baht und man muss sich entsprechend kleiden. Das heißt, Männer müssen lange Hosen tragen, Frauen ihre Schultern und Knie bedecken.

Wer dort hingeht, sollte sich darauf einstellen, dass es richtig! voll ist. Ich würde mich jetzt nicht als jemanden bezeichnen, der eine bescheinigte Platzangst besitzt, aber auch mir war das  zu voll. Auditiv und visuell empfand ich die Besichtigung als anstrengend (hinzu kommt ja noch die Hitze). Denn es gibt dort viele, viele Touristengruppen, die von Guides in der Anlage herum geführt werden. An sich super. Aber manche Gruppen gaben sich sehr laut, drängelten und waren wie ein angestochener Bienenhaufen.

Aber mal davon abgesehen, ist die Anlage wunderschön. Man wird von den glitzernden, goldenen und bunten Mosaiken nur so angefunkelt. Hier ist eine kleine Bildergalerie des Tempels:

Zum Abschluss hab ich noch ein paar Tipps und alle restlichen Eindrücke von Bangkok:

  1. Kein Thai auf dieser Welt spricht dich nur mal so an, weil er dich so sympathisch  findet. Sobald dich einer anquatscht und fragt, wo du noch so hinfährst, will er irgendwas.  Mögen sie auch noch so gepflegt und toll aussehen und super englisch sprechen. Denk dran: Schlepper-Alarm.
  2. Nutze soviel wie möglich die U-Bahn. Ist billiger und schneller. Denn der Verkehr in Bangkok ist einfach dicht. Da steht man u.U. lange im Stau.
  3. Wenn du auf der Straße was essen willst und sie keine Preise ausliegen haben, frag danach. Ansonsten bekommst du das Touri-Preis-Überraschungspaket und zahlst für ein Essen, das überall sonst 80 Baht kostet, mal schnell 200. Und frag immer ob Reis dabei ist oder nicht.
  4. Pack immer genügend Kleingeld ein, für die U Bahn Tickets (es gibt zwar Wechselstuben auf den Bahnöfen, aber so geht’s schneller), Wasser und eine leichte Jacke. Denn in den Bahnen und Einkaufscentern ist es kalt.
  5. Bestell dir auf jeden Fall „Morning Glory mit Shrimps“ und Reis. Ist super lecker.
  6. Es gibt im Stadtteil Ratchathewi ein Restaurant names „Friends“ (du findest es bei TripAdvisor und Google)  Falls du hier lang kommst, geh rein und bestell die „Thom Yum Koon“ Suppe mit Prawns. Knaller!
  7. Traue nicht den TukTuk Fahrern, falls du auf dem Weg zu einer Sehenswürdigkeit, dem Tempel z.B., bist. Wenn sie dir erzählen, der Tempel hätte gerade geschlossen oder macht erst später wieder auf und sie fahren dich in der Zwischenzeit irgendwo hin – glaub ihnen nicht. Die Tempel haben immer auf.
  8. Besuche eines der Rooftop-Restaurants und berichte mir davon. Wir haben es nämlich nicht geschafft. :)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.