Koh Tao – Ab auf die Taucherinsel

Der Moment, wenn du endlich angekommen und im Wasser bist..

Von Bangkok aus sind wir mit dem Nachtzug der staatlichen Zuggesellschaft State Railways of Thailand nach Chumpon gefahren. Die Stadt liegt einige Kilometer von der Ostküste (am Golf von Thailand) entfernt und findet man eher im oberen Teil von Süd-Thailand. Der Zug geht vom Hauptbahnhof „Hua Lamphong“ in Bangkok und fährt dann mehrere Stunden direkt durch nach Chumpon. Schon im Vornherein kann man sich die Tickets online buchen und sich damit einen Platz im Schlafwagen sichern. Man muss sich eigentlich nur überlegen, in welcher Klasse man fahren möchte. Wir nahmen die 2. Klasse mit Klimaanlage und Betten. Pünktlich im 20 Uhr beginnt dann ein Mitarbeiter der Bahn die Betten vorzubereiten (ausklappen und frische Bettwäsche auslegen). Und „Aircon“ bedeutet in diesem  Fall Klimaanlagen und Ventilatoren. Kleiner Tipp am Rande: Die Betten werden als Doppelstockbetten ausgeklappt.  Wer oben liegen möchte, wird u.U. sehr frieren, weil ihm die Klimaanlage schön die kalte Luft in die Koje pustet. :)

Hua Lamphong

 Hua Lamphong

Irgendwann morgens um 5 Uhr kommt man in Chumpon an und wartet 1 1/2h auf die Busse, die einen direkt zur Fähre fahren. Sobald man aus dem Zug steigt, wird man gleich zu einer Kasse gelotst, bei der man sein Ticket vorzeigen soll. Daran erkennen die Mitarbeiter, mit welcher Fährgesellschaft man fährt (die Busse gehören dazu) und kleben dir einen Aufkleber auf die Brust – als Kennzeichnung für deinen Zielort.

Wir hatten den Transfer über Lomprayah gebucht. Das ist die neuere und sichere Gesellschaft. Dafür sitzt du dann aber auch in einem klimatisierten Bus und fährst anschließend mit einer modernen, schnellen Fähre nach Koh Tao.

Lomprayah

Lomprayah Fähre

Als wir endlich in Koh Tao ankamen und aus der Fähre stiegen, empfingen uns ca. 15 Taxifahrer, die uns alle für viel Geld (200-300 Baht) zum Hotel bringen wollten. Wird man also nicht vom Hotel abgeholt, bleibt einem leider nicht viel übrig, als den Preis etwas runter zu handeln und sich zum Hotel fahren zu lassen. Da unser Hotel uns nicht abholen konnte (aus irgendwelchen Gründen, bla bla) nahmen wir uns ein Taxi. Das sind auf den Inseln aber fast ausschließlich Pick-Ups. Und die Fahrgäste sitzen hinten drauf. Beim ersten Mal kam ich mir vor wie Vieh, aber dann machte es tierisch Spaß und ich vergass den Vergleich. :)

Unser Hotel lag etwas oberhalb der Insel, so dass mich der Blick über die Insel alles vergessen lies.

Blick auf die Insel

Blick auf die Insel

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt hatten, gingen wir ins „Zentrum“ der Insel und schauten uns um. Es gab jede Menge Restaurants (zu empfehlen ist das Restaurant „Blue Chair“ in einer kleinen Seitenstraße (fragt mich nicht nach dem Namen, aber so groß ist die Insel nicht. Das findet man! ;)). Das Pad Thai dort ist wirklich gut, die Preise moderat und die Einrichtung am gemütlichsten. Außerdem gibt es hier viele Stände, die frische Smoothies oder „Pancakes“ anbieten (eigentlich Crépes, aber gut). Man hat die Wahl zwischen süßen mit Banane z.B. oder herzhaften mit Zwiebel und Ei.

Pancake Stand

In Koh Tao erlebten wir die ersten Regengüsse. Sie sind ganz anders als hier. Das, was bei uns starker Platzregen ist, ist dort normal. Ich kam mir etwas albern vor, als ich die Fotos und Videos davon machte ^_° aber egal…

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Auf Koh Tao kann man  sicher einiges machen, aber was man sich sparen sollte, ist ein Spaziergang zum Laem Thian Beach! Denn man läuft quasi quer durch die Insel – oder sagen wir Dschungel. Irgendwann von 60 Jahren hat mal jemand einen Weg angelegt, aber der ist mittlerweile so zugewachsen, kaputt und voll mit Geröll, das man eher von einer Wanderung, als einem lockeren Tagesausflug reden kann. Macht sich auch super, wenn man nicht richtig ausgerüstet ist und kleine, leichte Stoff-Espandrillos trägt. Leben am Limit, ich sag’s euch. Nach 1 1/2h laufen und kraxeln (in der Sonne gefühlte 3 Stunden bergauf) kamen wir an einem verlassenen Strand an, mit Hotelruinen, Graffiti und einem alten Mann, der sich dort weitab der Touris seinen Unterschlupf im Wald baute.  Mir war das alles nicht geheuer – ein deutsches Pärchen, das etwas planlos quer durch die Insel läuft ist – nun ja. Wir sind dann nach einer kurzen Verschnauf- und Trockenpause wieder zurück.

wanderung

verlassenes Hotel

Was kann man noch so machen? Baden in glasklarem, tropischen Wasser, wunderbar am Strand essen, trinken, Feuerkünstlern und dem Sonnenuntergang zuschauen und – schnorcheln!

sonnenuntergang

Koh Tao Strand

Wir hatten eine Tagestour gebucht, bei dem man auf einem kleinen Tauchboot 5 Stunden einmal um die Insel fährt und an den schönen Schnorchelstellen anhält. Eine Tour, die wir gebucht hatten, wurde wegen des Regens abgesagt, so blieb uns nur noch ein voller Tag auf der Insel und den wollten wir mit Schnorcheln verbringen. Komme, was da wolle. Es kam Regen. Und Wind. Ich spürte beim Schnorcheln also permanent die Regentropen auf meinem Rücken. Zum Glück ist es ja in diesen Breitengraden trotzdem verhältnismäßig warm.

Es hat sich gelohnt. Keine Frage. Es fühlt sich echt toll an, wenn viele kleine bunte Fischschwärme um dich herumschwimmen. Und es fühlt sich komisch an, wenn man merkt, dass sie einen umkreisen und umzingeln. O-0.

Leider hinterließen viele Touristen vor uns so einigen Müll im Wasser, so dass ich mich beim Schnorcheln das ein oder andere mal erschrak, weil ich dachte ein Fisch knabberte an meinem Fuß. Es war dann aber doch eine Plastiktüte oder -flasche. :(

koh tao land for sale schnorcheln

Abschließend möchte ich noch sagen, dass sich Koh Tao als Start für einen Thailand Trip absolut lohnt. Die Insel ist einfach total schön und macht es einem leicht, sich zurechtzufinden und auf das Land einzustellen. Ab nach Koh Tao!

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