Ab in den Wald – Mücken, Affen und grollende Gewitter im Kao Sok Nationalpark

Nach unserem Aufenthalt in Ko Pha-ngan sind wir mit der Fähre auf’s Festland gefahren und von dort mehrere Stunden mit dem Bus zum Kao Sok Nationalpark.

Ich dachte anfangs, dass die Hotels im Park wären, aber sie liegen alle links und rechts der einzigen Zufahrtsstraße zum Park. Und mittendrin findet man kleine Supermärkte und Restaurants.

Unseren Stelzenbungalow buchten wir bei smiley Bungalows. Sehr nett, sehr freundlich und vor allen Dingen haben sie coole Bungalows. Mal abgesehen von Löchern in der Decke, kleinen schimmeligen Stellen an der Terrassentür und einem tropfenden Waschbecken. Aber was will man für 500 Baht pro Nacht. Dafür stand der Bungalow auf Stelzen, auf der Terrasse hing eine festinstallierte Hängematte und seine komplette Eingangsfront war aus Glas. Das hat alles entschädigt. Man ist also aufgewacht und hatte den Blick auf das Tal. Denn der Park und die Zufahrtsstraße, wo sich die meisten Hotels verteilt haben, liegt in einem Tal umgeben von riesigen Bergen, die wahnsinnig beeindruckend sind.

Man ist dort also absolut im Nirgendwo. Umgeben von Affengeschrei, Vogelgeschrei und Grillenzirpen. Und wenn sich dann die Wolken zuziehen und ein Gewitter über das Tal rollt, fühlt man sich absolut der Natur ausgeliefert. Im positiven Sinne. Es donnert und knallt und der Bass vibriert in deinem Hals. Es ist wirklich beeindruckend. An einem Abend konnten wir nicht ausgehen, weil es unaufhörlich geregnet hatte. Also haben wir es uns auf der Hängematte bequem gemacht, ein Bier geöffnet und dem Schauspiel zugesehen.

Da wir kein Geld mehr hatten und das Wetter leider überhaupt nicht mitspielte, konnten wir keine der berühmten Lake-Touren buchen. So beschlossen wir am nächsten Morgen in den Nationalpark zu gehen und selbst eine Tour zu machen. Es gibt dort eine Route, die man auch ohne Guide ablaufen kann. Ich persönlich fand sie zwischendurch gruselig, weil man die Affen oder ein nahes Rascheln im Busch hört, aber nichts sieht. Man sieht einfach nichts. Die Route war lang, heiß, schwül und anstrengend, aber man hat viele Tiere und Wasserfälle gesehen. Wer plant, auch mal eine Tour zu machen, sollte sich unbedingt gut mit Antimückenspray und Sonnencreme einsprühen, einen Sonnenschutz tragen, feste Schuhe anziehen und viel Wasser einpacken.

Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. Wir waren einige Tage im Park, haben viel gesehen und es in keiner Sekunde bereut.

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